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Pflanzenzüchtung

Pflanzenzüchtung ist die systematisch gelenkte, genetische Optimierung von Kulturpflanzen, die sich fortwährend in höchstmöglicher Effizienz an den Bedürfnissen der Nutzung pflanzlicher Rohstoffe als Nahrungs- und Futtermittel sowie zunehmend auch industrieller Nutzung orientiert. Dabei gilt es einerseits gewünschte Qualitätsanforderungen zu erfüllen und andererseits einer Umweltanpassung für stabile, hohe Erträge gerecht zu werden.

Zu den traditionellen Techniken der Pflanzenzüchtung gehören die Kreuzung von Sorten oder Zuchtlinien mit gewünschten Eigenschaften zur Schaffung von neuer Ausgangsvariation und anschließender Auslese von Linien mit optimaler Merkmalsausprägung zur Erzeugung von best-angepassten Sorten für die landwirtschaftliche Praxis. Die Zuchtziele konzentrieren sich auf Qualität, Ertrag und Ertragssicherheit. Von den Ausgangskreuzungen bis zur Sortenzulassung sind je nach Kulturart 10 bis 15 Jahre einzuplanen.

Die im Züchtungsprozess eingesetzte Bandbreite traditioneller Techniken und biotechnologischer Verfahren dient der Effizienzsteigerung auf dem Weg zu neuen Sorten. Mittels Marker-gestützter Selektion können Eigenschaften auf molekularer Ebene charakterisiert werden. Die Einkreuzung gewünschter Merkmale in Elitelinien kann mittels Erzeugung und Auslese doppelhaploider, homozygoter (reinerbiger) Linien in Zell- und Gewebekultur beschleunigt werden.


NPZ-Lembke züchtet die folgenden Kulturpflanzen: 

Ölfrüchte
Raps (Brassica napus L.) in Winter- und Sommerform

Körnerleguminosen
Ackerbohnen (Vicia faba) und Erbsen (Pisum sativum)

Futterpflanzen
Deutsches und Welsches Weidelgras (Lolium perenne, Lolium multiflorum)
Rotklee (Trifolium pratense)

 
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