Qualität

Nur eine exzellente Saatgutqualität gewährleistet die Spitzenleistung einer Sorte. Im GC-Labor, durch NIRS-Untersuchungen und im Saatgutlabor überwachen wir die Qualtität unseres Saatguts und stellen bereits im Hause sicher, dass unsere Sorten den stetig wachsenden Qualitätsansprüchen unserer Kunden sowie der Verbraucher gerecht werden. Parallel zu den Laboruntersuchungen wird das Saatgut in einem hauseigenen Nachkontrollanbau im Feld auf Besatz, Homogenität und Fertilität überprüft.


Das GC-Labor

Das Labor für Gaschromatographie (GC) befasst sich mit der Ölqualität der Rapssamen. Für die Untersuchung wird das Öl aus zermahlenem Saatgut gewonnen und nach einer chemischen Aufbereitung dessen Fettsäurezusammensetzung bestimmt.

Je nach Zuchtziel setzen unsere Züchter bestimmte Schwerpunkte auf die einzelnen Qualitätsmerkmale, sodass in den verschiedenen Zuchtprogrammen unterschiedliche Fettsäuren im Fokus stehen. In allen Programmen liegt jedoch gleichermaßen ein besonderes Augenmerk auf der Erucasäure: Da dieser Inhaltsstoff für die menschliche Ernährung problematisch ist, wurde Rapsöl in früheren Jahren lediglich als technisches Öl verwendet. Erst mit der Züchtung von Rapssorten mit einem geringen Anteil Erucasäure und Bitterstoffen – den sogenannten 00-Sorten – wurde Rapsöl mit seinem hohen Anteil an einfach sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu einem der gesündesten Speiseöle überhaupt. Ein Gehalt von etwa 9% Linolensäure macht Rapsöl neben Seefisch zu dem wichtigsten Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren. Diese stehen im Rapsöl in einem nahezu optimalen Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure), was für eine ausgewogene Ernährung essentiell ist und in dieser Zusammensetzung nicht einmal im Olivenöl vorkommt.

Fettsaeuren von Pflanzenoelen neu
Pflanzenöle im Vergleich

Die heutigen Rapssorten sind durch kontinuierliche Züchtungsbemühungen annähernd frei von Erucasäure. Durch eine ständige Selbstkontrolle und strenge interne Grenzwerte wird vor Ort sichergestellt, dass wir unsere Qualitätsanforderungen im Betrieb beibehalten und weiter verbessern.

Im Jahr werden zahlreiche Analysen im GC-Labor durchgeführt. Dabei werden einzelne Samen spezieller Kreuzungen ebenso untersucht wie Proben von großen Einheiten geerntetem Saatgut, das von unseren Vermehrungs-Partnern aus ganz Europa per LKW angeliefert wird. Um die Richtigkeit der Untersuchungsergebnisse sicherzustellen, werden unsere Analysegeräte in einem jährlichen Labortest zertifiziert.


NIRS-Untersuchung

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NIRS-Untersuchung

Um am intakten Rapssamen den Öl-, Protein-, Glucosinolat-, Ölsäure- und Feuchtigkeitsgehalt zu bestimmen, wird bei der NPZ die NIRS-Technik (Nah-Infrarot-Reflexions-Spektroskopie) eingesetzt. Es werden zahlreiche Analysen von Zuchtmaterial durchgeführt. Wir arbeiten mit verschiedenen Instituten zusammen, um die NIRS-Technik stetig weiter zu verbessern.


 Saatgutlabor

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Prüfung der Keimfähigkeit von Raps

Nur eine exzellente Saatgutqualität gewährleistet die Spitzenleistung einer Sorte. Deshalb wird im betriebseigenen Saatgutlabor eine strenge Qualitätsauswahl getroffen.

Jährlich werden ca. 20.000 Untersuchungen auf Feuchtigkeitsgehalt, Keimfähigkeit, Reinheit und TKG durchgeführt, bevor die Muster der Saatgutpartien der LUFA zur amtlichen Anerkennung zugestellt werden. Durch diese Qualitätsüberwachung ist es möglich, dass z.B. unser Winterrapssaatgut alle geforderten Normen einhält bzw. deutlich übertrifft. Parallel dazu wird das Saatgut in einem hauseigenen Nachkontrollanbau im Feld auf Homogenität sowie Fertilität bzw. Sterilität überprüft.
Alle Saatgutpartien der relevanten Arten werden in akkreditierten Laboren auf unerwünschte GVO-Bestandteile untersucht.

Auch im Bereich der Leguminosen wurden die Qualitätsuntersuchungen in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert. So werden Reinware-Partien auf Samen- und Nabelfarbe sowie weitere relevante Kriterien nach dem Saatgutgesetz untersucht.


Nachkontrollanbau

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Auszählen des Nachkontrollanbaus

Saatgutqualität zu beurteilen bzw. zu sichern ist bei der NPZ eine wesentliche Aufgabe, um unserem Unternehmens-Slogan gerecht zu werden. Gerade die Einschätzung von Qualität am Produkt im Feld spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Instrument für diese Art von Qualitätsbewertung stellt der kulturartübergreifende Nachkontrollanbau (NKA) dar. Alljährlich werden sämtliche Partien aus den Produktionen unseres Winter- und Sommerrapssaatgutes in Parzellen ausgesät. Des Weiteren wird dies auch für besondere Partien aus der Leguminosenvermehrung vorgenommen. Der Aufwuchs wird vom Auflaufen bis zur Abreife und Ernte intensiv beobachtet und bonitiert. Auf dieser Datengrundlage kann eine sachgerechte Beurteilung der durchgeführten Produktionen erfolgen und es können die einzuhaltenden internen sowie amtlichen Qualitätsnormen überprüft werden. Ein wichtiges Merkmal, welches beispielsweise bei unseren Winter- bzw. Sommerrapshybriden an erster Stelle steht, ist die Bestimmung der Fertilität bzw. Hybridität jeder einzelnen Partie. Pro Jahr werden sehr viele Parzellen an verschieden Standorten überprüft. Die Qualität wird am Produkt gemessen, wodurch unser Slogan „Wir lassen Qualität wachsen“ im Sinne des Wortes auf die Probe gestellt wird.